Beiträge von Rabina

    Vielen Dank.

    Ich hoffe, dass die Gesetzgebung sich mal ändert zu dem Thema. Spahn will ja z.B. die Liposuktion in die Therapienliste aufnehmen lassen und auch sonst ein Gesetz erlassen, dass die Behörde mehr Mitspracherecht hat, was Krankenkassen alles bezahlen müssen. Vielleicht kommt ja auch beim Thema Lymphödem etwas Gutes raus.

    Ich trage Zehenkappen, Schenkelstrümpfe und Bermuda-Hose - alles Klasse 2. Bei mir ist das Anziehen jeden Morgen ein Akt. Wenn ich am Wochenende Zeit habe und mich nicht beeile, kann das locker mal 25 Minuten dauern. Unter Stress aber trotzdem noch 15-20 - je nachdem, wie gut es klappt.


    Hilfsmittel: Eigentlich nur die Handschuhe. Ich besitze zwar auch so ein Überzieher für die Ferse aus Fallstirmstoff, aber ich habe da eigentlich keine Probleme. Um zwischen die Zehen zu kommen (für die Kappen) wurde mir von der Sani-Fee ein Kochlöffel (Holz) empfohlen. Mit dem Stiel zwischen den Zehen. Ich habe das Anfangs für einen Witz gehalten, aber tatsächlich leiden meine Finger sehr darunter, wenn ich die Zehenkappen anziehe (mit Handschuhen bekomme ich das nicht hin).


    Was bei mir GAR nicht funktioniert, ist das Hochstreichen des Materials, wie man es auch manchmal in den Anzieh-Videos sieht. Ich MUSS greifen und ziehen. Anders geht das nicht. Leider habe ich ab und an dadurch leichte Schmerzen in den Fingern. Ich mache mir da wirklich Sorgen, dass ich (ich bin ja erst knapp über 40) in 20 Jahren Arthrose habe.


    Was die Hilfestellung der Sanifee betrifft: Sie sieht mir jedes Mal beim Anprobieren der Strümpfe zu und kommentiert. Meistens sagt sie, dass ich nichts falsch mache. Daher gehe ich mal davon aus, dass sie einen Fehler korrigieren würde. Am Anfang hat sie auch mitgezerrt und gezogen und mir damit die Angst genommen, etwas kaputt zu reißen bzw. sie hat mir ein Gefühl gegeben, wie fest ich überhaupt ziehen darf. Ich wäre sonst viel zu zimperlich gewesen.

    Um deine Formulierung aufzugreifen: Ja. Es ist die LETZTE Maßnahme. Genauso wollen es auch die Krankenkassen bewiesen bekommen, bevor sie eine solche OP bezahlen und genehmigen. Denn das ist ein gewaltiger Eingriff mit Risiken und Nebenwirkungen - abhängig von der Art der OP (Schlauchmagen, Magenbypass, Magenband).


    Daher gehört ein dicker Rattenschwanz an Vorbereitungen und Nachweisen dazu, bevor man das alles in Angriff nimmt (wie strikt genau, ist abhängig von der Krankenkasse - gerade bezüglich dem Bereich Sport. Einige wollen direkten Nachweis durch Verträge/Kursteilnahmen, anderen reicht es, wenn man ein Trainingstagebuch führt). Ein Jahr sollte man insgesamt einplanen als Vorbereitung für alles - inkl. der eigenen Entscheidungsfindung im Kopf. Womit ich sagen will: Viele fangen mit den gesamten Vorbereitungen an und durch die Infos, die sie in dem Zusammenhang erhalten, sackt erst alles ein bisschen, bis sie die endgültige Entscheidung treffen, ob sie den Termin für die OP machen oder nicht.


    Ich habe vor 2,5 Jahren einen Schlauchmagen machen lassen. Mein Mann einen Magenbypass. Daher habe ich da einige Erfahrungen zu dem Thema (positiv und negativ).

    Anspruch auf ein Paar plus hygienische Wechselversorgung (also zwei Paar) besteht nur ganz am Anfang und nach Umfangsveränderung.


    Viele Kassen zahlen auch noch alle halbe Jahr aus Kulanzgründen ein zweites Paar.

    So meinte ich das aber nicht. Ich meinte, dass man ja Anspruch auf zwei Paar hat. (Hygienische Wechselversorgung zähle ich da nicht). Weil das erste Paar aber nicht passt, hat sie praktisch gar keinen Strumpf. Da die KK es aber bezahlt hat, zählt das für die KK als Versorgung. Damit wäre sie aus Sicht der KK bei drei Paar, wenn sie dann wirklich und endlich mal ihre richtige Versorgung erhält und da wirds dann schwierig. So meinte ich das eigentlich.

    Ich habe eigentlich keine Handhabe. Jobst verweist mich auf das SH. Das SH sagt mir, dass Jobst weitere Nachbesserungen ablehnt. Für die KK ist die Sache abgeschlossen.

    Wenn ich sowas lese, ärgere ich mich mächtig gewaltig. Ich kämpfe für ein drittes Paar Strümpfe (hygienische Versorgung), was meine KK aus wirtschaftlichen Gründen ablehnt und sagt, sie sei schließlich als KK auch gesetzlich verpflichtet, wirtschaftlich zu entscheiden. Und deine KK bezahlt einfach Strümpfe, die keine vernünftige Versorgung darstellen. Als wäre DAS wirtschaftlich?! Die hat doch dieselben gesetzlichen Grundlagen wie meine.

    Vielleicht solltest du das mal deiner KK sagen und ihr erklären, dass die Alternative ein drittes Paar ist (weil du ja zwei brauchst und Anspruch hast und das erste Paar ja nicht passt und damit nicht zählt).

    Ehrlich gesagt interessiert mich das überhaupt nicht, ob da nun ein Promi wirbt oder nicht. Ich finde es viel schlimmer, dass die Models (auch die nicht-Promi-Models) immer alle so superschlank sind. Ich meine nicht von der Figur her, sondern von den Beinen. Lip- und Lymphödem-Patienten haben nun mal keine perfekten Beine. Als ich dieses Jahr zum ersten Mal Strümpfe anziehen musste und Probleme hatte, waren die Anleitungs-Videos voll von Frauen, die keine Haut- und/oder Fettwabbel in die Strümpfe stopfen mussten oder bei Strumpfhosen ein paar kleine Verrenkungen nötig hatten, damit alles gut sitzt.


    Wenn man keine super Sanitätshaus-MitarbeiterIn hat, fühlt man sich doch ziemlich hilflos und alleingelassen, um herauszufinden, ob man sich mit einem bestimmten Sitz vom Strumpf arrangieren muss oder ob da noch etwas machbar ist. Denn würde man diesen Videos glauben, dann müsste das Anziehen superschnell gehen, alles sitzt sofort richtig und glatt und wenn nicht, ist man selbst schuld und hat was falsch gemacht.

    Vielmehr hatte ich einen Bekannten, der aufgrund eines Arbeitsunfalls mit Fremdverschulden, obwohl er den behandelnden Chirurgen mehrmals angeschrieben hat, KEINE Versorgung bekommen hat. Die Rehaklinik wiederum verwies auf den behandelnden Chirurgen...

    Ist das nicht eher ein Fall für die Haftpflichtversicherung?

    Ja, aber da stehen sehr viele "kann" und "möglich" Regelungen drin. Z.B. Dass man bei Erstversorgung zwei Paar und danach alle halbe Jahre ein Paar erhält (so wie das Uli29 schrieb und wie ich das auch oft im Internet gelesen habe, dass das üblich ist), findet sich nicht als verpflichtende Regelung. Die Lobby der Strümpfe-Träger scheint zu klein zu sein, um solche präzisen Grundregelungen festhalten zu lassen (nach oben darf ja alles offen sein).

    Herzlichen Dank für alle eure Antworten. Ich werde definitiv Widerspruch einlegen und es mal mit euren Vorschlägen versuchen. Außerdem werde ich (was nicht mal gelogen ist) darauf hinweisen, dass ich bereits spüre, dass die Kompressionswirkung nachlässt (auch wenn sie noch nicht weg ist, nur wird sie wohl kaum noch weitere 6 Monate bis zum Ablauf des vollen Jahres reichen).


    Falls die das alles trotzdem ablehnen, muss ich aber wohl klagen. Denn ich habe überhaupt keine Lust auf Verschlechterung oder neue Kompressionstherapie. Die war für mich nämlich absoluter Horror.


    Es ist halt nur absolut bedauerlich, dass es überhaupt keine gesetzlichen Regelungen für eine Mindestleistung/Fristen der Krankenkasse gibt, auf die man pochen kann.


    Viele Grüße


    Rabina

    Entschuldigung, dass ich das Thema nochmal aufgreife. Ich möchte nur keinen neuen Thread eröffnen.


    Ich habe dieses Jahr auch zum ersten Mal meine Kompressionsversorgung erhalten (Rezept März oder April 2018) und dann für die hygienische Doppelversorgung nochmal ein Rezept im Mai 2018.

    Und nun - ein halbes Jahr nach dem ersten Rezept - bekam ich wieder ein neues Rezept (sozusagen für das dritte Paar in diesem Jahr) und das wurde von der KK abgelehnt. Zwei sollen halt reichen.


    Widerspruch einreichen kann ich natürlich machen, aber ganz ehrlich: Wie soll ich das denn begründen? Mein Sanitätshaus ist da nicht sehr behilflich und von meiner Ärztin kommt auch nicht viel. Sie sagt nur, dass viele ihrer Patienten geklagt und gewonnen hätten, kann mir aber keinen Anwalt nennen, bei dem das geklappt hätte. Ihr ist noch nicht mal ein Patient namentlich eingefallen, den sie danach fragen könnte, wenn er das nächste Mal kommt. Das klingt daher alles für mich sehr pauschal dahergesagt.


    Aber soll ich jetzt Anwälte abklappern? Macht das überhaupt Sinn, wenn es keine gesetzlichen Regelungen gibt? Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Einklagen von Strümpfen? Muss ich dann alle 6 Monate wieder den Anwalt bemühen?


    Wie könnte ich denn den Widerspruch begründen? (es gibt keine relevanten Maßänderungen).


    Im Moment scheint es ja so zu sein, dass die KK sagen: Kompression ist ein halbes Jahr gegeben (aber nicht vom Alter her, sondern von der Nutzung her - also 6 Monate tragen im Wechsel mit der Wechselversorgung bedeutet faktisch nur 3 Monate getragen. Auf ein Jahr gerechnet bedeutet 12 Monate im Wechsel getragen = 6 Monate faktisches Tragen und damit sind die Eigenschaften für die Strümpfe erst nach insgesamt 12 Monaten nicht mehr gegeben und müssen ersetzt werden.


    Ist das falsch? Wenn ich Kasimirs Posting lese, scheinen die Hersteller ja ihre Gewährleistung unmittelbar auf das Alter der Strümpfe zu beziehen und nicht auf die Tragehäufigkeit. Bedeutet: Nach 6 Monaten - egal, wie oft getragen und gewaschen - lässt die Kompression nach. Kann daraus ein neuer Anspruch nach 6 Monaten entstehen, obwohl ich in Wechselversorgung die (beiden) Strümpfe faktisch jeweils nur 3 Monate getragen habe?


    Viele Grüße


    Rabina

    Hallo,


    herzlichen Dank für die Rückmeldung. Ich habe Ende dieser Woche nochmal einen Termin bei der Sanifee. Da werde ich das nochmal ansprechen. Im Zweifel muss das Rezept für die Bermuda mit dem Reißverschluss halt geändert werden. Gott sei Dank sind da alle Beteiligten sehr flexibel. :)


    LG

    Rabina

    Oh, gerade die Idee mit dem Aqua-Sport finde ich klasse und das werde ich mir für die Zukunft merken.


    Mir kam noch der Gedanke, die alten Strümpfe für Fasching/Karneval-Kostüme zu verwerten. Da will man ja vielleicht mal was draufkleben, malen oder nähen und würde das niemals auf die neuen Strümpfe machen.

    Also ich war gestern beim Arzt ( CR1 : ja, es ist ein Lymphologe) und dort wurde mir ein Reißverschluss vorgeschlagen. Den kann ich weiter und besser öffnen, wenn ich sitze oder gegessen habe, als nur der Klettverschluss. Von einem Schwangerschaftsleibteil war sie nicht so begeistert und meinte, meine Figur wäre da nicht so gut geeignet. (was auch immer das heißen mag). Hosenträger sind mir in all der Aufregung gedanklich total durch die Lappen gegangen und ich hab nicht gefragt. Aber ich trage Medi 550 und auf der Webseite habe ich keine gefunden. Insofern gibts da wohl auch keine, wie es scheint.


    Ich habe mich überreden lassen, das Leibteil mit dem Reißverschluss zu versuchen.

    Vielen Dank für euren Input :) Sollte der Reißverschluss nicht funktionieren, werde ich bei der Ärztin nochmal wegen der Hosenträger (im Zweifel dann halt nicht von Medi) nachhaken oder das Schwangerschaftsleibteil nochmal thematisieren. Meine Sanifee hat mir schon versprochen, mich dahingehend zu unterstützen, weil sie mit der Ärztin zusammenarbeitet und ohnehin oft mit ihr spricht.


    Ich kann ja gern berichten, wie sich das Problem entwickelt (wobei ich nicht weiß, wann ich das Leibteil bekomme, weil meine Krankenkasse sich insgesamt schwer tut mit der Genehmigung von Kompressionsstrümpfen).


    LG Rabina

    Huhu,

    ich war in keiner Reha. Ich habe eine Kompressionstherapie mit täglicher Bandagierung in einer Physiotherapie über 3 Wochen und dann zum Aufrechterhalten bis zur Fertigstellung der Strümpfe über weitere 3 Wochen alle zwei Tage Bandagierung (immer über Nacht und übers WE) gemacht.

    Meine Diagnose ist Lymphödem Stufe II beidbeinig. Ich habe keine Fibrosen (und auch noch nie gehabt), Gewebe ist superweich überall geworden durch die Bandagierungstherapie und nun halt die Strümpfe.


    LG Rabina

    Huhu,

    ich kann das mit dem "Brauchen" nicht so richtig beurteilen. Das Ödem selbst habe ich nur bis zum Oberschenkel, aber ich habe halt unglaublich viel weiches Gewebe und bei Strümpfen quillt alles drüber. Ich vermute mal, dass genau deshalb die Bermuda da ist.

    Da ich heute zur Ärztin musss, werde ich das Thema mal anreißen, ob die Bermudas wirklich nötig sind - vor allem, weil ich mir inzwischen einbilde, dass sie auch der Grund für meine neuerdings auftretenden Rückenschmerzen sind. (vermutlich wird sie sagen, dass ich spinne, denn wie soll das gehen? Aber mir kommt es wirklich so vor ...)


    LG

    Rabina

    Hallo Isarkisel,


    meinst du ganz normale Hosenträger oder spezielle extra für Kompressions-Kleidung? Ich werde auf jeden Fall mal das Schwangerschaftsleibteil ansprechen bei der Ärztin.


    Vielen Dank für all das nette Feedback :)