Beiträge von Dr. Katz

    Schlimmer Unsinn: gerade unter Cortison UND Vorthrombose steigt Ihr TVT_Risiko deutlich an!


    Bei einer derart ausgeprägten Thrombose würde ich empfehlen, immer Ko.strümpfe zu tragen.


    Sie allein tragen doch das Risiko der oft schleichenden Verschlechterung!


    Ein Bein ist niemals "gesund" nach einer Mehretagen-Thrombose.
    Wenn siber 20 Jahre TVT-Patienten , also "Post-Thrombotiker" betreuen , könne sie , also ich, ein Lied davon sin über 20 Jahre TVT-Patienten , also "Post-Thrombotiker" betreuen , könne sie , also ich, ein Lied davon singen, wie langsam , aber sicher Hautveränderungen durch Eisenablagerungen ( Hämosiderrose) entstehen, Ödeme zu schrecklichen Juckreiz werden. Die dann schwachsinnigerweise angewandten "Venensalben" und andere Salben zu Allergien führen, dann ist das " Stauungsekzem" nicht mehr weit.


    Und oft eicht nun ein banaler Stoss -gern am Einkaufswagen, Kinderwagen oder Fahrradpedale...und sie bekommen eine schlecht heilende Wunde...dann durch diese blödsinnigen "Modernen Wundauflagen" erst recht ein "Offenes Bein"....


    Sorry, aber zuhauf habe ich täglich solche Patienten in Bochum und in Berlin.
    Hier im Wundzentrum der AOK in Berlin täglich 5-7 Neue mit immer der gleichen Geschichte.


    Aber leider sind die meisten "Chronischen Wunden" durch wirklich dämliche "Wundversorgung" mit immer anderen Mitteln bedingt.


    Also bitte bei Mehretagen-Thrombosen "vorerst Lebenslang" Kompressionsstrumpf.


    Herzliche Grüsse
    Ihr
    Ullrich Katz

    Das lässt sich nicht so einfach sagen.
    Bei bereits der 2.Thrombose rate ich zu einer sehr konsequenten Kompression mittels Ko.strumpf.
    Es ist erst mal gut , wie sie es beschreiben.Aber die Veränderungen gehen langsam, anfangs kaum zu bemerken...aber jeder Fall läuft individuell...Seit mehr als 20 Jahren betreue ich sehr viele " Thrombose-Patienten"...
    Und leider: gerade wenn Sie den Strumpf nicht wollen -im Sommer-ist er besonders wichtig : Wärme dehnt die Venen, das Blut fliesst langsamer, die Venenwände sind nicht mehr völlig " plan , glatt, es kann zu Verwirbelungen kommen-und diese wiederum zu einer Rethrombose.
    Also ich rate zu "LL" lebenslang.Obwohl gerade eine doch recht angegriffene Studie das Gegenteil gemessen hat...

    Nicht jedes ! Aber danke für das Kompliment...
    Aber Sie sollten sich wirklich mal vorstellen, denn fast immer können wir helfen.
    Ihre grausige Geschichte ist leider, leider alltäglich für uns.
    Werde am Samstag in Bielefeld zum 3.Westdeutschen Gefäss-Symposium viele Bilder zeigen , aber das ist nur für Ärzte...
    Habe gerade eine Armada an Gesprächen mit Krankenkassen-Chefs hinter mir...Gottes Mühlen mahlen langsam-sehr langsam.
    LG Ullrich Katz

    " muss" ? das muss man untersuchen und sehen...in der Regel sollten sie diese mittels Schaum veröden lassen.Aussen stösst man sich schneller, dann können vorhandene Venenerweiterungen schlecht heilende Wunden nach sich ziehen. Und die Sklerosierung mit Schaum geht immer , auch nach Thrombose !

    Besenreiser mit Schaum veröden ist kein grösseres Risiko-die " gewollte" Entzündung findet ja nur in der Hautoberfläche statt. Aber man muss es nicht machen.Nur im Innen-und Aussenknöchelbereich muss man es oft machen.Da heissen die aber nicht Besenreiser, sehen nur so aus : man nennt sie dort Coroba phlebectatica paraplantaris.
    Treten häufig als Zeichen eines venösen Hochdruckes auf, wie nach Thrombose.

    Einige " Produkte" mögen ja ganz passabel sein...welche ? Weiss ich nicht.Bei einer Auswahl von über 800 auch nicht machbar.
    Warum so viele, wenn die " andern" schon so super waren?


    Das Problem setzt da ein, wo man in Wochen-Kursen " zertifizierte Wundmanager" generiert, mit " Siegel", und wenn die dann glauben , " Das Produkt " heilt die Wunde. Nein , es kommt nicht auf die Auflage an , da kann die Industrie noch so viel auf den Markt werfen.


    Aber Schuld an dem Dilemma sind wir Ärzte selbst! Wir haben uns die Wundbehandlung aus der Hand nehmen lassen und müssen nun zusehen, wie die Industrie , die Betroffenen " zu ballert" ... Das ist aus deren Sicht auch durchaus verständlich, sie wollen verkaufen.
    Wir wollen Offene Beine heilen. Beides scheitert oft am System, an der Vielzahl der Köche...


    Erst essentiell ist der wirksame Kompressionsverband ( aber nicht immer !!!) , dann erst die Wundauflage , wo bei es ganz ganz oft " Verbandmull" tut , billiger , und sehr wirksam.Aber halt niemals als alleinige Auflage...


    Ich bekomme jetzt in einem grossen Ärzte-Netzwerk einen eigenen Fotokanal, da kann ich Unmengen Fotos einstellen.
    Auf unserer Homepage ist das wegen des Heilmittelwerbegesetzes nicht erlaubt.


    Also es gibt bestimmt gute , brauchbare Wundauflagen, Sie dürfen aber nicht so " Auflagen" - gläubig sein. Es muss ja jeden verwirren....
    Noch mal : " Salben heilen keine Wunden" ! ( Katz, schon immer )


    Schönes Rest-WE
    Ihr
    Ullrich Katz

    Ich rate eher zu häufigen Verbandwechseln, bei mir sind die " aufsaugenden" Verbandauflagen völlig verpönt ! Es bleibt ja dennoch feucht.
    Und wir alle kennen doch die völlig durchtränkten Beine, egal welche Wundauflage drauf ist.
    Nur Ödembeseitigung beschleunigt die Wundheilung, nicht die Wundauflage.


    Besonders Hydrokolloid, etc.pp. sind hier völlig fehl am Platz
    Ich hoffe der Aufschrei wird hier nicht zu laut, aber die immer neuen Wundauflagen, eine natürlich besser als die andere, so das es jetzt schon über 800 sind, kotzen mich an.


    Sorry....aber ich bin nicht der Verkäufer der Industrie-und mir durchaus bewusst , von denen nicht geliebt zu werden.
    Macht mich eher stolz.


    Dennoch mit Herzlichen Grüssen
    besonders ins Allgäu : eine Super nette Truppe mit super nettem " Häuptling"


    Ihr
    Ullrich Katz

    Irgend was stimmt da nicht !!! Wahrscheinlich ist der Druck im Bein noch zu hoch , dann erst wickeln , dann Kompressionsstrumpf. Kl.1 ist definitiv zu schwach.


    Weg mit den natürlichen , oder sonst was für Cremes-höchstens in der Nacht-Allergiegefahr.Creme hilft nie.

    Sie haben NACH einer Thrombose praktisch immer ein sogenanntes Postthrombotisches Syndrom (= PTS).
    Der Phlebographiebefund ist nicht so schlecht. Der Hausarzt hat nicht Recht, meine Kollegen hier schon.
    Das PTS entwickelt sich über Jahre , bis Jahrzehnte...die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich : aber da Ihre Kniekehlenvene ( vena poplitea)offen ist , wird es meist nicht so schlimm. Aber Sie müssen Ihren Venen helfen , das Blut nach oben zu transportieren: Kompressionsstrumpf tragen.Später kann zu spät sein...Denn Venenklappen gehen fast immer kaputt -und ? das Blut fällt zurück ins Bein : = Reflux -und dann Schwellungen...und dann Schmerzen, Ödeme, Juckreiz , Braunverfärbung, Krampfaderbildung, Allergien auf schwachsinnige " Venensalben", bis hin zu schlecht heilenden Wunden, Stauungsekzem...Alles kann Jahre dauern, muss nicht auftreten, oder es geht schneller. Hier muss ein PTS-erfahrener Arzt beraten ...
    Es ist gerade kürzlich eine Studie veröffentlicht worden , dass das PTS nicht verhindert wird, durch Kompressionsstrümpfe : abwarten und auf die nächste Studie warten.
    Ich habe so viel Patienten mit einem PTS, seit bis zu 20 Jahren werden diese von uns betreut-je weniger Schwellungen , des so weniger Probleme, ergo : Ko.strumpf tragen.
    Wenn der bei Ihnen Schmerzen macht , ist etwas mit der Kompression nicht in Ordnung.


    Herzliche Grüsse
    Ihr
    Ullrich Katz

    Herzlich willkommen-wenn Sie wollen schicken Sie Fotos vorab...und wenn möglich, bitte Vorbefunde mitbringen, eine Liste der bisher erfolgten " Therapien"...ich bin immer sehr an Vergangenem interessiert...


    Und bitte haben Sie Hoffnung ! Wenn ich die Fotos sehe, dann sag das auch eine ganze Menge...


    Herzliche Grüsse
    Ihr
    Ullrich Katz

    Oh mein Gott !!! Typischer geht es ja gar nicht mehr ! Alles mögliche Drauf, zig verschiedene Salben, Wundauflagen , auch zig verschiedene Meinungen ! Und niemand nimmt Sie " an die Hand" und heilt das Bein ab. Hört sich " stinknormal" an.
    Klar , das Wichtigste ist die Kompression , nicht die Wundauflage !
    Klar , müssen vorher einige Fragen geklärt werden :
    1.arterieller Druck in den Bein-Arterien
    2.findet man eine Ursache, oder ist das Bein nur " unzureichend " behandelt worden ?


    Wenn Sie wieder " Leben wollen" , dann stellen Sie sich vor, schicken Fotos, ....es hört sich nicht kompliziert an.
    Aber der ständige Wechsel der Wundauflagen zeigt sehr deutlich , dass kein Konzept besteht und man der Werbung " Moderne Wundversorgung" auf den Leim gegangen ist. Wer wenig Ahnung hat , braucht sie ...wir sind das zurückhaltend.


    Herzliche Grüsse
    Ihr
    Ullrich katz

    Bei " Wunden" kribbelt bei mir alles : Grundsätzlich : " richtige" Wundversorgung gibt es nicht, aber viel falsche....denn es gibt nicht " die Wundversorgung" , sondern man muss individuell entscheiden- die Industrie hätte gern , dass wir ständig " Moderne Wundversorgung " machen, pro Auflage so ca.10 Euro....,
    aber
    verdammt ,
    warum bringen sie dann 800 verschiedene Wundauflagen auf den Markt...


    Ganz herzliche Grüsse
    auch an die Profi's


    Ihr
    Ullrich Katz