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Dr.Schingale

Ärztliche Leitung

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Occupation: ärztlicher Leiter der Lympho-Opt Klinik

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Saturday, May 5th 2012, 7:40am

Fettödem schmerzte - trotzdem muss Kasse Absaugen nicht zahlen

MAINZ (mwo). Das Absaugen schmerzhafter Lipödeme wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Das hat das Sozialgericht (SG) Mainz in einem am 27. April 2012 bekanntgegebenen Urteil bekräftigt.

Fettabsaugung - eine Selbstzahler-Leistung auch bei schmerzhaften Lipödemen, so ein aktuelles Urtei
Es wies damit die Klage einer Frau aus Rheinland-Pfalz ab.
Die Klägerin leidet seit ihren Jugendjahren an Lipödemen an ihren Beinen. Eine angepasste Ernährung, Lymphdrainagen und Sport brachten keine Besserung.
Daher entschied die Frau, das Fett absaugen zu lassen. Ihre Krankenkasse weigerte sich jedoch, die Kosten der Liposuktion zu übernehmen.
Zu Recht, wie nun das SG Mainz entschied. Der Gemeinsame Bundesausschuss habe die Methode noch nicht empfohlen.
Es handele sich daher rechtlich um eine "neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode", die die Krankenkassen nur bei besonders schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten bezahlen müssen.
"Einen solchen Schweregrad erreichen die Lipödeme jedoch nicht", befand das Gericht. Es bekräftigte damit ein Urteil des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 2008 (Az.: B 1 KR 11/08 R).
Az.: S 14 KR 143/11
Dr. med. F.-J. Schingale
ärztlicher Leiter Lympho Opt Klinik
Pommelsbrunn
Tel. 09154-911200
www.lympho-opt.de

Anja Karsten

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2

Sunday, May 6th 2012, 7:23pm

Hallo Dr. Schingale,

mal vorausgesetzt, dass von allen Seiten alles ordentlich geprüft wurde ("Eine angepasste Ernährung, Lymphdrainagen und Sport brachten keine Besserung") ist das Urteil dann natürlich ganz schön hart. Immerhin soll die Krankenkasse doch dafür sorgen, dass der Versicherte "gesund wird" und arbeitsfähig bleibt, um so seinen Teil zum Solidaritätssystem beizutragen.

Haben die Kassen Angst davor, dass diese - immer noch zu unerforschte Erkrankung - zu explosionsartigen Erhöhungen der Liposuktionen führt?
Immerhin können (einige wenige) Fachärzte doch sehr wohl Unterschiede in den Stadien der Lipödeme feststellen und dies darlegen.

Wenn es in diesen schlimmen Fällen soweit kommt, daß die Patienten über kurz oder lang arbeitsunfähig werden, und ihnen aber mit einer Liposuktion der Weg in ein normales Leben ermöglicht werden könnte...
- dann wäre es wohl schon sinnvoller, in "schweren Fällen" die Liposuktion zu bezahlen.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Herzliche Grüße, Anja K