Hallo Drachi,
mit der Lymphe ist es "eigentlich "ganz einfach.
Jeder Stau löst sich von vorn auf und hinten schieben nützt nichts. Im nächsten Stau mal nachvollziehen :-) , dann hat man schon verstanden. Die Bandage ist sozusagen die Leitplanke, damit die Autos sich nicht über den Acker ausbreiten, Lymphknoten sind die Kreuzungen. Ich spiel gern mit Bilder, weil jeder sich solche Bilder gut vorstellen kann und "Stau "versteht auch jemand ohne Führerschein. Selbst bei Ärztefortbildungen in der Klinik, in der ich gearbeitet hab, gab es das große "AHA, endlich verstanden!" Ist ja auch nicht so einfach nachzuvollziehen für einen Außenstehenden, dass Therapeut "am Hals fummelt, wenn Patient dicken Fuß hat" (Zitat eines meiner Ärzte)
Jeder Therapeut hat seine eigene "Handschrift", wichtig ist letztendlich der Erfolg, d.h. eine Entstauung des Gewebes. Das sieht und fühlt der Patient. Und auch hier der Vergleich aus dem Leben. Jeder schreibt anders, aber ein jeder kann es lesen. Wenn dem nicht so ist, dann muss man wohl an der "Handschrift" was ändern.
Die Abfolge der Griffe richtet sich nach dem Krankheitsbild. Sind alle Lymphknoten gesund ( Acheln, Leisten), dann kann/ muss ich diese mitbehandeln, sind diese durch Op z.B. geschädigt, und es staut sich in dem Gebiet und in der dahinterliegenden Extremität, dann muss ich "Umleitungen " bauen (siehe Stau), darf dort nicht hineinarbeiten.
je besser der Einzelne über sein Krankheitsbild weiß und über die individuelle Behandlung, kann er eher (durch mehr Sicherheit und Fachwissen) den Therapeuten darauf ansprechen, der z. B. die Therapie am Fuß beginnt. Und die Geschichte mit dem Stau kann man da wunderbar anbringen

Wahrscheinlich ist er derjenige, der am Ende des Stau steht und hupt...
Viele Grüße
Barbara